PIT misst die Integrität eines Bewerbers in Bezug auf verschiedene kontraproduktive Verhaltensweisen wie beispielsweise Aggressionen gegen Kollegen oder Kunden, Alkoholkonsum am Arbeitsplatz, unerlaubte Fehlzeiten, Diebstahl, Betrug oder Korruption. Er erlaubt somit eine umfassende Einschätzung der Integrität des Bewerbers.
PIT kann aber deutlich mehr: Wie unabhängige Untersuchungen immer wieder bestätigen, ist diese Art von Integritätstests bestens geeignet, überdurchschnittliche berufliche Leistung vorherzusagen.
In einer bemerkenswerten Untersuchung haben Schmidt & Hunter (1998) die 19 gängigsten wissenschaftlichen Instrumente zur Auswahl von Personal auf Ihre Tauglichkeit überprüft. Diese aktuellste Metaanalyse zu Auswahlverfahren kommt zu dem Schluss, dass Integritätstests beruflichen Erfolg valide voraussagen können.
Die renommierte Wirtschaftspsychologin Deniz Ones formulierte es so: “Auch wenn die meisten Integritätstest ursprünglich entwickelt wurden um Diebstahl vorherzusagen, insbesondere die offenen Verfahren, können sie sehr wohl auch die allgemeine berufliche Leistung (overall job performance) vorhersagen.“ (Ones & Viswesvaran, 2001)
Die Auswertung des PIT erlaubt Ihnen auch, das Profil des Bewerbers dahingehend individuell auszuwerten, ob er zu der von Ihnen zu besetzenden Stelle passt. Der PIT erfasst 7 Persönlichkeitseigenschaften bzw. Einstellungen des Bewerbers, die sich für die Einschätzung der Integrität als bedeutsam erwiesen haben.
Wollen Sie beispielsweise einen neuen Sicherheitsmitarbeiter einstellen, so sind sicherlich die Eigenschaften “Selbstkontrolle“ oder “Risikomeidung“ und “Besonnenheit“ sehr wichtige Eigenschaften. Daher sollte ein Bewerber auf diesen beiden Skalen auch mindestens durchschnittliche, oder auch leicht überdurchschnittliche Werte haben. Suchen Sie einen Mitarbeiter, der viel im Team arbeiten muss, so sind durchschnittliche bis überdurchschnittliche Werte bei “Wertvorstellungen“ und “Bescheidenheit“ vorteilhaft.
